Geschichte der KIBUM

1974: Kultur für alle - Bildung für alle. Vertreter der Reformpädagogik, der progressiven Literaturwissenschaft und der kommunalen Kulturpolitik setzen sich zusammen, um eine Kinder- und Jugendbuchmesse in Oldenburg auszurichten. Veranstalter sind die Stadt, die VHS und die Universität Oldenburg. Die Ausstellung ist nicht kommerziell, es gibt keine Verkaufsstände, der Eintritt ist frei. Ausgestellt wird, was die deutschsprachigen Verlage aus ihrer aktuellen Jahresproduktion zur Verfügung stellen. Die Bücher werden nach Alters- und Sachgruppen, nicht nach Verlagen geordnet, präsentiert. Eine Auswahl oder Wertung findet nicht statt. Ein Rahmenprogramm soll für Spaß und Information sorgen.

1975: Die erste KIBUM ist ein voller Erfolg. Die breit angelegte Kooperation wird vom Deutschen Städtetag und dem Bundesverband der Volkshochschulen als beispielhaft gelobt.

1977: Die Stadt Oldenburg vergibt erstmalig den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis für herausragende Erstlingswerke der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur, dotiert zunächst mit 10.000, später mit 15.000 DM. Zu dieser Zeit ist der KIBUM-Preis neben dem Deutschen Jugendliteraturpreis, der vom Ministerium für Familie und Gesundheit vergeben wird, der höchstdotierte Preis in der Sparte Kinder- und Jugendliteratur.

1979: Erstmals wird eine wissenschaftlich fundierte Sonderausstellung der Universität Oldenburg gezeigt. Die Präsentation von Jugendbüchern aus der Zeit von 1870 bis 1945 unter dem Titel "Erziehung zum Krieg - Krieg als Erzieher. Mit dem Jugendbuch für Kaiser, Vaterland und Führer" sorgt für Aufsehen.Seitdem erstellen Wissenschaftler und Bibliothekare der Universität in jedem Jahr anlässlich der KIBUM eine Sonderausstellung.

1982: Die Universitätsbibliothek gibt erstmals ein Gesamtverzeichnis aller auf der KIBUM präsentierten Neuerscheinungen heraus.

1992: Die KIBUM zieht um in das neue städtische Kulturzentrum, das Peter Friedrich Ludwigs Hospital.

1995: Im Zusammenhang mit den Feiern zum 650-jährigen Stadtrecht erhält die KIBUM großzügige Spendengelder. Zusammen mit dem aufgestockten städtischen Etat kann so ein besonders vielseitiges und aufsehenerregendes Rahmenprogramm gestaltet werden. Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird auf der KIBUM verliehen.

1996: Mit der Sonderausstellung "media paradise" ist ein vorläufiger Abschluss jahrelanger Diskussionen um die Konzeption der KIBUM erreicht. Der Computer und mit ihm die multimediale Lern- und Erlebniswelt erhalten Zutritt zur KIBUM.

1999: Die Sonderausstellung der 25. KIBUM wird erstmals von der neu gegründeten Forschungsstelle Kinder- und Jugendliteratur der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg gestaltet. Die Forschungsstelle ist sichtbares Ergebnis der mit der KIBUM gewachsenen Kinder- und Jugendbuchforschung an der Oldenburger Universität. Wie es sich für ein Jubiläumsjahr gehört, steht die Ausstellung 1999 unter dem Mott: Kinder feiern Feste.

 

nach 1999